Freitag, 18. September 2009

48/09 EL Gruppenphase 1 Runde

17.09.09

SK RAPID Wien : Hsv 3:0 (2:0)

Tore:
1:0 Hofmann (35.)
2:0 Jelavic (44.)
3:0 Drazan (76.)

Ort:
Ernst-Happel-Stadion

Zuschauer:
49 850 (ausverkauft)

Im Stadion:
E 1

Preis:
3er Abo (95€)

Rapid marschiert, Wien regiert, der HSV wurde mit 3:0 paniert!
Peter Pacult brauchte vor dem Europa League Gruppenspiel gegen den HSV nicht viel in der Aufstellungstrickkiste kramen. Der Rapid-Coach begann wie schon gegen RB Salzburg mit einem 4-5-1. Als einzige Sturmspitze lief Nikica Jelavic auf. Rechts in der Abwehr kam Stefan Kulovits für den gesperrten Andreas Dober zum Einsatz. Und im Mittelfeld durfte Veli Kavlak erstmals seit seiner Verletzung wieder von Beginn an mitwirken.
Der Trainerfuchs aus Floridsdorf, der mittlerweile seit etwas mehr als drei Jahren die grün-weißen Übungseinheiten leitet, sollte mit seiner Aufstellung Recht behalten.Nicht nur Peter Pacult bewies mit seiner Aufstellung ein glückliches Händchen. Auch die Verantwortlichen des SK Rapid entschieden sich für das richige Stadion. Das Ernst Happel Stadion war bereits seit Tagen ausverkauft und die Stimmung war mehr als europareif. Die deutschen Schlachtenbummler und mitgereisten Reporter schienen mehr damit beschäftigt zu sein, das Treiben auf den Rängen als auf dem Rasen zu beobachten.
Rapid dominantAuf dem Rasen tat sich einiges. Yasin Pehlivan (3.) setzt ein erstes Ausrufezeichen für die Gastgeber. Sein Schuss von der Strafraumgrenze geht knapp vorbei. Branko Boskovic (8.) versucht es auch mit einem Weitschuss, den Frank Rost im Tor der Hamburger ohne Probleme pariert. Der Montenegriner ist auch an der nächsten Rapid-Aktion beteiligt und schickt Nikica Jelavic (12.) auf der linken Seite. Der Stürmer umkurvt die gesamte HSV-Abwehr und findet in Rost seinen Meister. Rapid ist in der ersten Viertelstunde ganz klar tonangebend und bestimmt das Geschehen. Die Rothosen versuchen es ausschließlich mit hohen Bällen und hie und da mit einem Lochpass.Jelavic mit Chance auf FührungIn der 21. Minute finden die Hütteldorfer die beste Einschussmöglichkeit vor. Nach einem Pass von Steffen Hofmann, der das Prädikat "weltklasse" mehr als verdient, überläuft Jelavic Rost, doch auf der Linie kann Dennis Aogo in höchster Not klären. Die erste nennenswerte Strafraumszene der Norddeutschen gibt es in Minute 26. Marcus Berg verschießt alleine vor Helge Payer, der im Großen und Ganzen einen eher ruhigen Arbeitstag hatte.
Hofmann trifft zum 1:0In der 35. Minute gibt es aus halblinker Position eine gute Möglichkeit aus einem ruhenden Ball. Eine Sache für Steffen Hofmann. Der Rapid-Kapitän schaut kurz auf, zirkelt den Ball über die Mauer - 1:0 für die Grün-Weißen. Hofmann ist somit zweitbester Torschütze im Europacup für die Gastgeber. Zwölf Tore gehen auf sein Konto, nur Hans Krankl, der 18 Mal auf europäischer Ebene getroffen hat, rangiert in der ewigen Schützenliste vor ihm. Dem nicht genug: Der Mann, der Aston Villa mit seinen zwei Toren eliminierte, Nikica Jelavic (44.), erhöhte aus kurzer Distanz zum 2:0. Veli Kavlak leitete den zweiten Treffer mit einer tollen Vorarbeit ein. Zuerst vernascht er Aogo auf der rechten Seite, um Jelavic nachher ideal zu assistieren. Rapid zeigt im Happel Stadion in den ersten 45 Minuten eine starke Leistung. Die Gäste kamen nur ein einziges Mal vor das Gehäuse von Payer.
Grün-Weiß steht hinten sicherKaum hat die zweite Halbzeit begonnen, prüft Hofmann (51.) Rost. Danach versuchen die Hamburger das Spiel zu gestalten, doch die Gastgeber spielen den 2:0-Vorsprung locker über die Bühne. Und dann ist es der eingwechselte Drazan (76.), der sogar noch auf 3:0 für Rapid stellt. Ein unglaublicher Abend im Happel Stadion. Der Block West hatte also mit seinem Spruchband vor der C/D-Kurve Recht: "Rapid marschiert, Wien regiert, ganz Europa wird paniert!" Auch wenn heute "nur" der HSV und nicht ganz Europa parniert wurde - eine tapfer aufspielende Rapid-Elf legt einen sensationellen Start in die Europa League Gruppenphase hin. Nach dem ersten Spiel ist Rapid sogar Tabellenführer der Gruppe C.

Rapid spielte mit: Payer - Kulovits, Eder, Soma, Katzer - Pehlivan, Kavlak, Heikkinen, Hofmann, Boskovic ((60. Drazan) - Jelavic (86. Salihi);

Der HSV spielte mit: Rost - Boateng (46. Demel), Rozehnal, Mathijsen, Aogo - Trochowski (46. Pitroipa), Jarolim, Ze Roberto, Elia - Berg (73. Torun), Petric;

SR Bebek;

Sonntag, 13. September 2009

47/09 tipp 3 Bundesliga Runde 7

13.09.09

SK RAPID Wien : Salzburg 2:2 (0:2)

Torfolge:
0:1 Tchoyi (38.)
0:2 Svento (39.)
1:2 Hofmann (58./Freistoß)
2:2 Salihi (84.)

Ort:
ST. Hanappi

Zuschauer:
17 500 (ausverkauft)

Rapid gegen Salzburg, immer ein Duell mit besonderer Brisanz und Spannung. Und auch diesmal begann es gleich furios: Unsere Mannschaft machte Druck, zwang die Gegenspieler zu Fehlern, aus diesen resultierten schon zu Beginn einige Top-Chancen für Grün-Weiß: Thonhofer vergab, dann Hofmann (alleine in einer 1:1-Situation gegen Tormann Gustafsson), danach Drazan, erneut Hofmann und auch Jelavic. Kurz: Es hätte sofort klare Verhältnisse für Grün-Weiß geben können. Doch es hatte nicht sollen sein. Im Gegenzug kam es sogar schlimmer: Die bis dahin indisponierten wie harmlosen Salzburger nützen zwei Unachtsamkeiten in unserer Abwehr und stellten innerhalb von nur zwei Minuten auf 0:2 (38., 39.)!
Unsere neu formierte Mannschaft (Eder, Thonhofer von Beginn, Neo-Rapidler Salihi blieb anfangs auf der Bank) war nun scheinbar k.o. und natürlich verunsichert. Diesen scharfen Gegensatz von vielen, sehr guten Möglichkeiten auf ein Tor und stattdessen einem Zwei-Tore-Rückstand nachlaufen - das musste man erst Mal verkraften. Darum kam auch die Pause gerade rechtzeitig, bevor die Gäste noch weitere Chancen vorfinden konnten. Trainer Pacult wechselte, brachte mit Salihi eine zweite Spitze und gab die Parole aus, doch zumindest einen Punkt zu erkämpfen.
In den zweiten 45 Minuten ging es Chancenmäßig wieder munter weiter - und zwar auf beiden Seiten: Salzburg kratzte per Freistoß an der Oberlatte, bis Steffen Hofmann den Gästen zeigte, wie man es effektiv macht. Einen Freistoß aus rund 18 Metern schlenzte er wunderschön ins Eck (58.) - nur noch 1:2! Selten war in der Folge der sprichwörtliche Ruck, der durch Mannschaft und Fans ging, so spürbar: Gemessen an den vielen Möglichkeiten lagen nun weitere Tore in der Luft. Und Rapid wollte jetzt zumindest einen Punkt.
Hofmann war es wieder mit einem Schuss gefährlich, im Gegenzug lenkte Payer einen Zickler-Schuss noch über die Latte. Die Rapid-Viertelstunde brach an, und Salihi kam zu einer weiteren guten Kopfball-Möglichkeit; danach führte ein Gestocher im Salzburger Strafraum zum verdienten und viel umjubelten Ausgleich durch Hamdi Salihi (83.)! Aber das Spiel war noch nicht vorbei: Jelavic scheiterte nach einem Flugkopfball am Salzburger Tormann (88.), danach traf unsere neue Nummer 9 nur die Stange (93.). Schade! Aber auch in der letzten Chance des Spiels war wieder Aluminium beteiligt, als ein Schuss der Gäste von der Stange zurück prallte (94.). Am Ende blieb es beim Unentschieden, das einen wohl etwas irritiert zurück lässt: Gut gekämpft, einen Rückstand aufgeholt. Aber auch sehr viele Chancen vergeben. Fazit: Ein Spiel, das zu jedem Zeitpunkt einen ganz anderen Verlauf in unterschiedliche Richtungen nehmen hätte können.

SK Rapid:
Payer - Dober, Eder (83./Kavlak), Soma, Katzer - Thonhofer (46./Salihi), Heikkinen, Hofmann, Pehlivan, Drazan (60./Boskovic) - Jelavic;

RB Salzburg:
Gustafsson - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer - Tchoyi, Leitgeb (87./Augustinussen), Zickler (85./Nelisse), Pokrivac, Svento (93./Vladavic) - Janko;

Gelbe Karten:
Heikkinen bzw. Ulmer, Sekagya, Augustinussen

SR Gangl

46/09 WM Qualifikation


09.09.09
Rumänien : Österreich 1:1 (0:0)

Tore:
1:0 54min Bucur
1:1 82min Schiemer

Ort:
Steaua Stadion Bukarest




Zuschauer:
5000

Eintrittspreis:
ca €12


Mit der WM-Qualifikation wird es für Österreich nichts mehr, aber die Mannschaft von Didi Constantini erreichte im WM-Qualifikationsspiel in Bukarest gegen Rumänien immerhin nach 0:1-Rückstand noch ein 1:1. Das Remis vor nur 5000 Zuschauern hilft nicht wirklich, aber es wird der jungen Auswahl gut tun. Bucur hatte die Gastgeber per Kopf in Führung gebracht (54.), der glückliche Ausgleich gegen keineswegs überzeugende Rumänen gelang Schiemer acht Minuten vor Schluss. In der Nachspielzeit wurde es sogar ein wenig finster, ein Teil des Flutlichts machte nicht mehr mit.



Ineffiziente Rumänen



Didi Constantini hat vor dem Anpfiff auch diesmal nicht enttäuscht. Er pflegt immer wieder zu überraschen, präsentierte eine Elf, mit der nicht wirklich zu rechnen war. Denn Stefan Maierhofer, der gegen Färöer seinen ersten Treffer im Nationalteam erzielt hat, fand sich nur auf der Ersatzbank. Der Teamchef setzte auf einen Solostürmer an vorderster Front und einer hängenden Spitze. Der eine war Erwin „Jimmy“ Hoffer, der andere Daniel Beichler, 20-jähriges Talent von Sturm Graz. Im Mittelfeld durfte Austrias Youngster Baumgartlinger sein Debüt in Rotweißrot feiern.
Im Mittelpunkt stand in Bukarest aber vor allem die Abwehr. Die Rumänen starteten mit Hochdruck in dieses Qualifikationsmatch, der erste Angriff erfolgte bereits in der ersten Minute. Die erste große Tor-Möglichkeit eröffnete sich für die Gäste zehn Minuten später. Radoi setzte einen Kopfball, Helge Payer konnte mit einem glanzvollen Reflex einen Rückstand verhindern. Wenig später versuchte es Marica zweimal, wieder war der Rapid-Tormann zur Stelle.
Superstar Mutu durfte gar nicht mitmachen, dennoch setzte der rumänische Teamchef Lucescu auf drei Spitzen. Und das bereitetet den Österreichern doch enorme Probleme. Die Abwehr schwamm, die Zuordnung passte gar nicht. Nicht nur an den Flanken kamen die Rumänen immer wieder durch, sondern auch im Zentrum. Und dort sollte sich Paul Scharner, gegen Färöer gesperrt, den gegnerischen Angreifern entgegenstemmen. Oft musste Fortuna mithelfen, sonst wäre es schon zur Pause 0:1 gestanden. Einmal ließen die Rumänen den Ball so oft durchlaufen, bis er im Out landete.Nach 45 Minuten war für Hoffer Schluss, der Napoli-Legionär war nie im Spiel, konnte seine Schnelligkeit nicht ausspielen. Die Zeit, so dachte sich Trainer Constantini, sei reif für Maierhofer. Dem England-Legionär war es vorbehalten, die erste Torchance der Österreicher zu verschleudern. Er erkämpfte sich den Ball, überspielte Verteidigung samt Tormann – und traf zumindest das Außennetz (52.).
Ball nicht voll getroffen
Da nützte kein Haareraufen, denn den Rumänen gelang fast im Gegenzug das 1:0. Bucur war es, der nach einem Freistoß frei stehend zum Kopfball kam, Helge Payer keine Chance ließ (54.).Aber die Österreicher gaben nicht auf, auch wenn spielerische Flaute herrschte. Glücklich jedenfalls der Ausgleich. Verteidiger Schiemer riskierte einen Schuss, trifft den Ball aber nicht voll, das Leder rollt dennoch über die Linie (82). Dem rumänischen Tormann war bei der unübersichtlichen Situation von Scharner die Sicht verstellt gewesen.

Sonntag, 30. August 2009

45/09 tipp 3 Bundesliga Runde 6

30.08.09

FK Austria - SK RAPID Wien 1:1 (0:0)

Torfolge:
1:0 Jun (46.)
1:1 Maierhofer (60.)

Zuschauer:
13 400

Ort:
Horr Acker

Im Stadion:
Süd

Preis:
€ 27

Nach dem heroischen Auftritt gegen Aston Villa und dem Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League stellte Trainer Peter Pacult an zwei Positionen anläßlich des 290. Wiener Derbys um: Anstelle des an einer Darmgrippe erkrankten Heikkinen spielte Stefan Kulovits und als zweiter Stürmer wieder einmal von Beginn an Stefan Maierhofer statt Christopher Trimmel.
Und sowohl vom Tempo her als auch stimmungsmäßig startete die Partie am Horr-Platz sehr britisch. Rapid hatte bereits nach wenigen Minuten die erste Möglichkeit durch Jelavic. Die Austria konterte hingegen, nachdem Diabang Soma fast davon lief, rechtzeitig und regelkonform aber noch vor dem Abschluss gehindert wurde. Danach ging es munter hin und her und ein spannendes Wiener Derby war im Gange.
Eine Viertelstunde dauerte es bis zum ersten Torjubel bei uns Grün-Weißen, doch nach einer Hofmann-Flanke stand Soma beim Kopfball einen Schritt im Abseits. Bei leichter Feldüberlegenheit des Rekordmeister kam die Austria nach rund 25 Minuten zu einer tollen Möglichkeit, wobei Klein verzog. Doch bereits im Gegenzug abermals eine (Doppel-)Möglichkeit durch Maierhofer bzw. Jelavic.
Nach mehr als einer halben Stunde dann die erste richtige “Hunderprozentige” für Rapid. Nach Jelavic-Vorarbeit setzte Maierhofer denn Ball jedoch um Haaresbreite vom Elfer aus neben das Tor von Safar. Darauf folgte ein schöner Freistoß von Steffen Hofmann sowie nach einem Abpraller ein Schuss von Drazan knapp am violetten Gehäuse vorbei. Die nächste Riesenmöglichkeit durch Maierhofer folgte nur Sekunden später. Rapid war somit knapp vor der Pause drückend überlegen. Weil die Veilchen in der Nachspielzeit mit einem gefährlichen Schuss an Helge Payer ebenfalls scheiterten, blieb es nach 45 Minuten beim 0:0.
Kurz nach Wiederanpfiff – wir hatten uns noch gar nicht richtig hingesetzt – der Führungstreffer durch Jun für die Heimmannschaft. Dass Rapid sofort darauf die nächste 100%ige durch Jelavic vergab, sei hier nur nebenbei erwähnt. Die Austria blieb in den folgenden Minuten trotzdem am Drücker. Unterbrochen wurde die Drangperiode jäh von einem Traumschuss von Hofmann der leider nur an die Latte ging. Und es blieb weiterhin bei einem offenen Schlagabtausch, bei dem ab der 55. Minute auf Seiten Rapids Trimmel statt Drazan mitwirkte.
In der 59. Minute dann aber der mehr als gerechte Ausgleich durch Stefan Maierhofer per Kopf nach einer Maßflanke von Trimmel. Und das Spiel nahm noch einmal so richtig Fahrt auf. Dass es dann nach 70 Minuten nicht sogar zur Führung reichte, lag an drei (!) weiteren Großchancen Rapids, die Jelavic zweimal und Kulovits einmal vergaben.
Im weiteren Spielverlauf verlor das Spiel ein wenig an Tempo und Rasse und auch die Möglichkeiten blieben Mangelware. Somit konnte Schiedsrichter Plautz nach 90 Minuten ein letztendlich gerechtes Unentschieden abpfeifen.
Peter Pacult: "Wir hätten das Spiel aufgrund der Torchancen gewinnen müssen. In der ersten Hälfte haben wir sehr clever gespielt und die Austria nicht ins Spiel kommen lassen, in der zweiten Hälfte haben wir nach dem unerklärlichen Rückstand viel vernebelt. Die Leistung war okay, das Ergebnis nicht so. So ein Gegentor darf einfach nicht passieren. Die Mannschaft hat sich dadurch aber nicht beirren lassen und weiter nach vorne gespielt. Die Austria hat in den letzten zwei Spielen vier glückliche Punkte gemacht. Maierhofer muss sich nur darauf konzentrieren, was für ihn das Wichtigste ist: Fußball spielen und sein Herz für Rapid zeigen, das ist heute teilweise gelungen."Stefan Maierhofer: "Es überwiegt der Ärger, dass uns der Sieg nicht gelungen ist. Leider war es ein Tor zu wenig von mir. Ich hatte schon in der ersten Hälfte zwei gute Chancen. Es war ein gutes Spiel mit vielen Torchancen, wenn es 3:3 oder 4:4 ausgeht, hätten die Zuschauer mehr davon gehabt. Mein Torjubel war für Mario Konrad - die Friedenstaube. Wir haben im Derby 1:1 gespielt und sind in der Europa-League-Gruppenphase, es ist alles okay."

Austria: Safar - Standfest, Bak, Dragovic, Ortlechner - Klein (69. Sulimani), Baumgartlinger, Hattenberger (21. Vorisek), Acimovic - Jun (92. Topic), Diabang;

SK Rapid: Payer - Dober, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Kulovits, Pehlivan, Drazan (56. Trimmel) - Maierhofer, Jelavic;

SR Plautz

44/ 09 Deutsche Bundesliga Runde 4

29.08.09

FC Schalke 04 - SC Freiburg 0:1(0:1)

Tor:
0:1 Cha (40.)

Zuschauer:
60.198

Ort:
Veltins Arena, Gelsenkirchen

Im Stadion:
Block 64

Preis:
off € 24 (50)



Das Urteil von Felix Magath nach dem Schlusspfiff gegen den SC Freiburg, der dank eines Treffers von Du-Ri-Cha drei Punkte aus der VELTINS-Arena entführen konnte, fiel eindeutig aus. „Die Art und Weise, wie wir heute verloren haben, war ein Rückfall in die vergangene Saison“, ärgerte sich der Chef-Trainer über die 0:1-Niederlage.

Im Gegensatz zum 0:0 bei 1899 Hoffenheim am vergangenen Spieltag stellte Felix Magath auf einer Position um; anstelle des griechischen U21-Nationalspielers Vasileios Pliatsikas beorderte Magath Ivan Rakitic in die Startformation und schickte damit exakt jene Elf ins Rennen, die im ersten Heimspiel gegen den VfL Bochum mit begeisterndem Fußball 3:0 gewann.

Doch das Team um Kapitän Heiko Westermann konnte nicht an diese Leistung anknüpfen. Die Knappen waren zwar die optisch leicht überlegene Mannschaft, der aber im Aufbauspiel in den entscheidenden Momenten zu viele Abspielfehler unterlief. „Wir haben einfach zu wenig investiert“, ärgerte sich Magath, während sein Freiburger Kollege Robin Dutt mit dem Auftritt seiner Elf vor allem vor dem Seitenwechsel sehr zufrieden war: „Die erste Halbzeit ist so gelaufen, wie man sie sich als Trainer des SC Freiburg auf Schalke wünscht. Wir konnten gezielte Nadelstiche setzen und den S04 in seinem Aufbauspiel stören.“

Und damit nicht genug: Denn auch der erste und letztendlich einzige Treffer der Partie sollte den Breisgauern in der 40. Minute durch den Südkoreaner Du-Ri Cha gelingen. „Als Auswärtsmannschaft auf Schalke zu führen ist viel wert“, wusste Dutt um die Bedeutung des Tores, denn „Schalke hat nach der Pause wie erwartet offensiver agiert“. Nach den ersten 45 Minuten reagierte Magath auf den Auftritt seiner Elf wechselte gleich dreimal und brachte Halil Altintop, Levan Kobiashvili und Levan Kenia, was sich zunächst bemerkbar machen sollte. Königsblau begann den zweiten Spielabschnitt mit viel Schwung und hatte durch Kevin Kuranyi (47.) gleich eine Einschussmöglichkeit.

„Wir haben mehr Druck entwickelt“, registrierte Schalkes Coach. „Aber offensiv war es trotzdem einfach zu wenig. Wir haben kaum Aktionen nach vorne gehabt.“ Was auch daran lag, dass sich die Breisgauer zunehmend in ihre eigene Hälfte zurückzogen. „Wir hatten alle Hände voll zu tun, Schalke von unserem Tor fernzuhalten“, erklärte Dutt nach dem Schlusspfiff. Gegen das Abwehrbollwerk des Aufsteigers taten sich die Knappen mit zunehmender Spielzeit immer schwerer. Einzig Westermann (68.) und Kenia mit einem Pfostenschuss (84.) kamen noch zu guten Torchancen, doch ihre Versuche waren nicht von Erfolg gekrönt. „Es passte einfach nicht heute“, resümierte Magath abschließend. Dutt hingegen lobte sein Elf, die „sich nach drei guten Spielen in dieser Saison endlich mit den ersten drei Punkten belohnt hat.“

Schalke: Neuer - Rafinha, Zambrano, Bordon, Höwedes (46. Kobiashvili) - Mineiro - Moritz (46. Kenia), Westermann - Rakitic (46. Altintop), Farfan – Kuranyi

Freiburg: Pouplin - Cha, Krmas, Bastians, Butscher - Flum, Banovic (74. Barth) - Abdessadki, Makiadi (33. Bechmann) - Jäger (66. Schuster), Idrissou

Schiedsrichter: Dr. Fleischer (Sigmertshausen)

Freitag, 28. August 2009

43/ 09 Deutsche Bundesliga Runde 4

28.08.09

Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 2:0 (1:0)

Tore:
1:0 Bobadilla (29.)
2:0 Reus (85.)

Zuschauer:
42 217

Ort:
Borussia Park, Mönchengladbach

Im Stadion:
Osttribüne Block 10

Preis:
€ 29



Durch die Tore der Neuzugänge Raul Bobadilla und Marco Reus gewann Borussia am heutigen Freitagabend völlig verdient 2:0 gegen Aufsteiger FSV Mainz 05.

Die Rückkehr des bei Werder Bremen praktizierten, etwas defensiver ausgerichteten Systems hin zum klassischen 4-4-2 mit zwei echten Stürmern - Roberto Colautti rückte für Michael Bradley in die Startelf – sollte bei Borussia gegen den Aufsteiger für mehr Offensivgefahr sorgen. Auch, wenn die ganz großen Chancen in der ersten knappen halben Stunde ausblieben – vor allem in den ersten Spielminuten war Borussia das wesentlich dominantere Team. Gute Aktionen wie der Doppelpass zwischen Karim Matmour und Raul Bobadilla (6.) wurden nicht in aller Konsequenz vorgetragen, auf der anderen Seite deuteten die Mainzer mit einem Kopfball von Niko Bungert, der über das Tor ging (23.), ihre Ambitionen an.
Das bessere Team blieb jedoch Borussia, und der bis dato beste und auffälligste Mann auf dem Platz, Raul Bobadilla, wurde nach einer knappen halben Stunde für sein großes Engagement belohnt: Nach einem langen Ball von Thorben Marx verschätzte sich FSV-Verteidiger Peter van der Heyden übel, und Bobadilla schoss den Ball nach kurzem Zweikampf mit Mainz-Keeper Heinz Müller zum 1:0 ins Tor (29.). Der Argentinier hatte nur eine Minute zuvor einen Freistoß aus 30 Metern knapp neben das Tor gesetzt, ohne Zweifel aber war er mit den beiden zusätzlichen etwas verunglückten Versuchen aus der Anfangsphase der Partie der gefährlichste Mann auf dem Platz.
Abgesehen von einer Unachtsamkeit in der 42. Minute - als Mainz-Kapitän Tim Hoogland frei vor Heimeroth auftauchte, aus kurzer Entfernung aber verzog - sowie einem Fernschuss von Florian Heller aus 40 Metern (45.), ließ die Viererkette um Rückkehrer Dante nicht viel zu. Da jedoch auch Christian Wetklo, der für den verletzten Müller in die Partie gekommen war, im Mainzer Tor bis zum Pausenpfiff nichts mehr zu tun bekam, ging es mit der 1:0-Halbzeitführung für den VfL in die Kabinen.

Juan Arango trifft den PfostenWie schon in den ersten 45 Minuten spielte sich das Geschehen nach dem Wechsel vor allen Dingen zwischen den beiden Strafräumen ab. Mainz, das noch am vergangenen Wochenende mit dem 2:1-Sieg gegen den FC Bayern für Furore gesorgt hatte, blieb der erwartet unangenehme Gegner. Und die Rheinhessen taten angesichts des Rückstandes nun mehr für die Offensive – waren dabei allerdings nicht zwingend. Da auch dem VfL offensiv zunächst nicht viel einfiel, blieb die Partie auf sportlich eher durchschnittlichem, aufgrund der knappen Führung jedoch von der Intensität und vom Spannungsfaktor her hohem Niveau.
Dass es so spannend blieb, dafür sorgten in erster Linie die Borussen: Erst traf Juan Arango mit einem tollen Freistoß nur den Pfosten (65.), dann erwischte Matmour den Ball nach starker Vorarbeit von Thorben Marx nicht richtig (73.). Das hätte sich um ein Haar gerächt, denn Bancé (74.) und Heller (75.) vergaben ihre Ausgleichschancen im Minutentakt. Die Partie nahm in der Schlussphase an Fahrt auf – auch, weil der eingewechselte Marco Reus dem Spiel noch seinen Stempel aufdrückte: und wie! Zunächst scheiterte er noch nach guter Einzelleistung, eine Minute später machte er es besser: Er luchste seinem Gegenspieler den Ball ab, lief über das halbe Spielfeld und tunnelte schließlich auch Mainz-Keeper Wetklo zum 2:0 in der 85. Minute.Borussia gewann die Partie verdient, weil sie über 90 Minuten gesehen mehr vom Spiel hatte und sich mehr Torchancen erspielte – und diese dann im Gegensatz zum Aufsteiger auch nutzte. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Heimspiel übernachtet Borussia auf dem vierten Tabellenplatz.

Borussia: Heimeroth - Levels, Brouwers, Dante, Jaurès - T. Marx, Meeuwis – Matmour (76. Reus), Arango – Colautti (88. Neustädter), Bobadilla (79. Neuville)

FSV Mainz 05: Müller (35. Wetklo) – Heller, Bungert, van der Heyden, Löw – Svensson (76. Gunkel), Hoogland – Karhan, Ivanschitz (66. Hyka), Schürrle - Bancé

Schiedsrichter: Peter Sippel

42/09 EL - Qualirunde 4 Rückspiel

27.08.09

Aston Villa - SK RAPID Wien 2:1 (1:0)

Tore:
1:0 Milner (38./Elfmeter)
2:0 Carew (53.)
2:1Jelavic (76.)

Zuschauer:
23 563

Ort:
Villa Park, Birmingham

Im Stadion:
Sektor P

Preis:
20 Pfund

Mit Dabei:
Martin G., Roman


Die schönste Niederlage der Klubgeschichte

Die rund 1.400 mitgereisten Rapid-Fans gaben sich schon lange vor dem Anpfiff lautstark bemerkbar. Spätestens als die Mannschaft im Villa Park zum Aufwärmen kam, wurde der Pegel noch einmal nach oben gesetzt.
Rapid begann mit einem 4-5-1. Trimmel spielte zusätzlich im Mittelfeld, Jelavic bildete zu Beginn die einzige Sturmspitze. Und die Hütteldorfer hielten mit dieser Formation gut dagegen. Zwar kam Heskey (8.) nach Hereingabe von Milner zu spät, doch sonst war vom viel zitierten Sturmlauf der Engländer in der ersten halben Stunde wenig zu sehen. Vor allem Andreas Dober setzte Ashley Young in den ersten Minuten auf der linken Seite praktisch außer Gefecht.
Payer pariert Elfer, Hofmann knapp vorbei
Steffen Hofmann (21.) zirkelte einen Freistoß hauchdünn neben das Gehäuse von Brad Guzan. Nach einer halben Stunde entscheidet der spanische Referee Carballo nach angeblichem Foul von Heikkinen an Young auf Elfmeter. Der Gefoulte tritt selbst an und Helge Payer (32.) taucht ab und hält. Sechs Minuten später entscheidet Carballo erneut auf Penalty. Milner (38.) trifft zum 1:0 für Villa, doch Payer errät die richtige Ecke. Beide Elfer-Entscheidungen waren äußerst fragwürdig... Rapid ging also mit einem Tor Rückstand in die Pause.
Packender Beginn zur 2. Halbzeit
Gleich nach dem Pausenpfiff setzt sich Hofmann gut in Szene, der Kapitän spielt auf Jelavic, der gut für unsere Nummer 11(47.) auflegt, doch der Schuss geht über das Tor. Sekunden danach wird ein Hofmann (48.) Schuss im Strafraum auf der Linie mit dem Kopf abgewehrt. Die Grün-Weißen gaben gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ein starkes Lebenszeichen von sich. In der 50. Minute schiebt Carew dann den Ball knapp neben das Tor von Helge Payer. Ein packender Beginn in die zweiten 45 Minuten. Doch in der 53. Minute trifft der Norweger nach einem Sololauf zum 2:0 für die Gastgeber.
Maierhofer für Trimmel
Peter Pacult reagierte auf die 2:0-Führung der Engländer und brachte Maierhofer (55.) für Trimmel ins Spiel. Der "Lange" machte sich gleich bemerkbar und holte mit seiner ersten Ballberührung eine Ecke heraus. Mit der Hereingabe von Maierhofer kam überhaupt mehr Schwung in das Spiel der Rapidler. In der 71. Spielminute entschärft Payer eine gute Hereingabe von Milner.
Jelavic erzielt wichtiges Tor
Dann kam die Drangperiode der Grün-Weißen. Hofmann spielt schön in den Lauf auf Drazan, der schön hereingibt. Der Ball springt auf, Maierhofer macht einen Fallrückzieher, im Nachsetzen vergibt Jelavic (71.). Kurz nach Beginn der Rapid-Viertelstunde ist es soweit. Nach Katzer-Hereingabe netzt Jelavic (76.). Der Kroate beschenkt sich somit perfekt zu seinem 24. Geburtstag.
Hofmann hat in der 85. Minute die Chance auf die endgültige Entscheidung, doch sein Schuss geht über das Tor. Die letzten Minuten, der Schiedsrichter lässt vier Minuten nachspielen, sind an Spannung kaum zu überbieten. Nach 95 Minuten ist es geschafft. Rapid ist in der Gruppenphase der Europa League. Die Auslosung für die Gruppenphase ist morgen um 13:00 Uhr in Monaco.

Stimmen zum Spiel:

Peter Pacult: "Das war wahrscheinlich eine der schönsten Niederlagen, die Rapid jemals erlitten hat. Der Aufstieg war nicht unverdient. Wir sind in den ersten 30 Minuten gut gestanden und nach dem 0:2, wo wir alles riskieren mussten, sind dann auch die Chancen gekommen. Dass man gegen einen Premier-League-Club so besteht, kann man sich nur wünschen. Es gehört Klasse dazu, einen Premier-League-Verein auszuschalten, und die haben wir bewiesen."

Nikica Jelavic: "Es ist immer etwas Besonderes, gegen so eine Mannschaft wie Aston Villa zu treffen. Aber es ist nicht wichtig, wer die Tore macht. Ich weiß, ich habe auch große Chancen vergeben."

Helge Payer: "Wir fühlen uns mörderisch. Wir haben gewusst, wenn wir ein Tor machen, dann sind wir weiter. Ich habe zwar einen Elfer gehalten, aber jeder hat hundertprozentigen Anteil am Aufstieg. Wir wollen diesen Erfolg jetzt einfach genießen."

Markus Katzer: "Aston Villa ist eine Klassemannschaft. Dass wir die ausschalten, war nicht zu erwarten, aber wir haben zwei gute Tage erwischt und sind verdient weitergekommen."


Rapid spielte mit: Payer - Dober, Soma, Patocka, Katzer - Heikkinen, Pehlivan - Trimmel (55. Maierhofer), Hofmann, Drazan - Jelavic (87. Boskovic);

SR Carballo