Montag, 25. Januar 2010

04/10 Testspiel

23.01.10

Dynamo Dresden - SK RAPID Wien 2:4 (1:2)

Tore:
0:1 Dober (38.)
0:2 Trimmel (39.)
1:2 Savran (44./Elfmeter)
1:3 Hofmann (75.)
2:3 Kegel (80.)
2:4 Konrad (83.)

Stadion:
Rudolf Harbig Stadion, Dresden

Zuschauer:
7 860

Im Stadion:
Gästeblock S

Preis:
€ 9

Coach Peter Pacult setzte zu Beginn auf das bewährte 4-5-1. Trimmel durfte sich als Solospitze versuchen. Zunächst erwischte jedoch Dynamo Dresden den besseren Start in dieses Testspiel. Vor 7.860 Besuchern und bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt wusste Hedl (20.) mit einer tollen Parade einen frühzeitigen Rüückstand zu verhindern. Doch auch die Feldspieler wussten zu gefallen. Nach einer Flanke von Trimmel kam Hofmann (30.) im Strafraum knapp nicht mehr an den Ball.
Dober (38.) brachte die Hütteldorfer mit einem sehenswerten Freistosstreffer aus rund 30 Metern mit 1:0 in Führung. Sekunden darauf erhöhte Trimmel (39.) auf 2:0. Dynamo-Kapitän Savran (44.) verkürzte für Dynamo nach einem Handspiel von Dober via Elfmeter.
Zur Pause kam Gartler für Pehlivan ins Spiel. Doch es war Hofmann (75.), der mit einem Schuss aus 20 Metern auf 3:1 erhöhte. Zwischenzeitlich verkürzte Kegel (80.) auf 2:3, doch der eingewechselte Konrad (83.) fixierte nach Pass von Hofmann den 4:2-Endstand.

Rapid spielte mit folgender Elf: Hedl - Dober (73. Eder) , Soma (73. Jovanovic), Patocka (73. Schößwendter), Katzer (73. Kayhan) - Hofmann, Kulovits (56. Drazan), Boskovic, Pehlivan (46. Gartler), Kavlak (70. Konrad) - Trimmel (70. Salihi);

SR Siebert

03/10 Coppa Italia 1/8 Finale

14.01.10

AC Fiorentina : Chievo Verona 3:2 (1:2)

Tore:
0:1 P. Granoche ( 7min)
1:1 A. Mutu (36min)
1:2 S. Bentivoglio (37min)
2:2 E. Babacar (75min)
3:2 A. Mutu (76min)

Stadion:
Stadio Artemio Franchi, Florenz

Zuschauer:

Im Stadion:

Preis:
€ 20

Zwei Treffer binnen drei Minuten bescherten am Nachmittag dem AC Florenz die Teilnahme am Viertelfinale der Coppa Italia. Am Ende setzte sich die „Viola“ daheim mit 3:2 gegen Chievo Verona durch. Fiorentina-Coach Cesare Prandelli nutzte die Partie, um einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance zu geben. So spielte beispielsweise im Sturmzentrum der erst 16-Jährige Khouma Babacar als Ersatz für Nationalstürmer Alberto Gilardino.Avramov patzt, Granoche trifftIm Duell zweier Erstligisten erwischte Chievo einen Blitzstart und ging bereits nach sechs Minuten in Führung. Möglich machte dies ein kapitaler Schnitzer von Fiorentina-Keeper Vlada Avramov, der es Pablo Granoche einfach machte, das 1:0 für den Außenseiter zu erzielen. Die Fiorentina reagierte mit wütenden Angriffen und wurde nach einer guten halben Stunde durch Adrian Mutus 1:1 belohnt (35.). Der Rumäne köpfte eine Pasqual-Flanke in die lange Ecke. Dieser Spielstand hatte allerdings keine 120 Sekunden bestand, denn postwendend brachte Mittelfeldspieler Simone Bentivoglio Verona völlig freistehend aus kurzer Distanz wieder in Front (37.).Khouma und Mutu drehen die PartieDie Gastgeber waren zwar auch nach dem Seitenwechsel tonangebend und drängten auf den Ausgleich. Lange Zeit schien das Tor der Veronesen wie vernagelt, doch dann traf Babacar als er einen Freistoß Pasquals noch abfälschte zum 2:2 (75). Das zweite Tor von Mutu (78.) in diesem Spiel bescherte der „Viola“ schließlich doch noch den Einzug ins Viertelfinale des Pokals.

FIORENTINA (4-2-3-1): Avramov; Comotto, Natali, Kroldrup, Pasqual; Gobbi, Donadel; Santana (10'st Montolivo), Mutu, De Silvestri (10'st Marchionni); Babacar(36'st Carraro) A disposizione: Seculin, Felipe, Agyei, Carraro, Jorgensen. All. Prandelli.
CHIEVO (4-3-1-2): Squizzi; Frey, Morero, Mandelli, Mantovani; Hanine (13'st Pinzi), Iori, Ariatti; Bentivoglio; Granoche (26'st Abbruscato), De Paula A disposizione: Sorrentino, Yepes, Sardo, Marcolini, Abbruscato, Bogdani. All. Di Carlo.

02/10 Coppa Italia 1/8 Finale

13.01.10

Juventus Turin : SSC Neapel 3:0 (1:0)

Tore:
1:0 Diego (24.)
2:0 del Piero (77.)
3:0 del Piero (82., Elfmeter)

Stadion:
Stadio Olimpico, Turin

Zuschauer:
10 112

Im Stadion:

Preis:
€ 20

Nach der 0:3 Schlappe gegen den AC Mailand erwartete man eine Reaktion von Juventus Turin und bekam diese bereits in der Startelf zu sehen: Die „Bianconeri“ bot eine wesentlich offensivere Aufstellung auf, mit Amauri und Alessandro Del Piero als waschechte Spitzen und Diego als Spielmacher dahinter. Paolo de Ceglie vertrat im Mittelfeld neben Felipe Melo den Verletzten Christian Poulsen. In der Verteidigung wurden Fabio Cannavaro und der zuletzt enttäuschende Zdenek Grygera und geschont, Nico Legrottaglie und Jose Martin Caceres bekamen die Chance, sich zu beweisen. Der SSC Neapel begann mit den Geschützen Erwin Hoffer, Andrea Dossena und German Gustavo Denis.
Bereits nach zehn Minuten brannte das Stadio OlimpicoSchon nach achteinhalb Minuten jubelte das Stadio Olimpico befreit auf, als der Ball im Tor verschwand, nachdem Napoli zuvor noch das Leder von der Linie kratzen konnte. Der Treffer wurde jedoch – zu Recht – nicht gegeben, das Alessandro Del Piero zunächst hinter der Torlinie das Abseits aufhob, dann aber aktiv ins Spiel eingriff, als er vor Torwart Gennaro Iezzo abstaubte (9.). Bereits nach zehn Minuten brannten die ersten Feuer auf den Sitzen: Pulverfass Turin.Diego erlöst „alte Dame“Auf die erste und einzige Gästechance in Durchgang eins (13.) antwortete Clublegende Del Piero mit einer guten Freistoßmöglichkeit (15.). Nach 24 Minuten folgte dann endlich die Erlösung durch Diego, der einen, aus dem Getümmel zurückgelegten Ball, von der Strafraumgrenze in die Maschen drosch. Ein Napoli-Verteidiger wird den Ball noch abgefälscht haben, wie die tückische Flugbahn des Balles verrät. Wenig später vergab Del Piero die nächste Möglichkeit: Frei vorm Tor schoss der 35-Jährige aus kürzester Distanz direkt in die Arme, nachdem ein Verteidiger eine Flanke von links hat durchflutschen lassen. Ausnahmsweise war diese nicht von Hasan Salihamidzic, der wieder einmal einige Vorlagen daneben zimmerte. Sehr zum Ärger von Amauri, der die ersten 45 Minuten eigentlich nur mit Fluchen verbrachte. Zur Pause nahm Ciro Ferrara den erneuten Totalausfall Fabio Grosso runter vom Feld und brachte Grygera ins Spiel. Stand der Coach gegen Milan noch wie versteinert an der Seitenlinie, so war der ehemalige Verteidiger heute auf 180. Nur zu gut wusste er, was auf dem Spiel steht.Neapel erhöht den DruckNachdem Del Piero einen Ball vergeblich versuchte, in der Luft per Hacke ins Tor zu befördern (54.), begann der SSC allmählich den Druck zu erhöhen. Mit Marek Hamsik (für Dossena) und Christian Maggio (für Hoffer) brachte Walter Mazzari zudem zwei frische Angreifer hinein. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zuerst traf Diego den Pfosten, eine Szene später ballerte Hamsik einen Strich aus über 25 Metern nur Centimeter nebens Lattenkreuz!Del Piero bricht Bann mit DoppelpackIn der 77. Minute schlug dann endlich die Stunde von Alessandro Del Piero. Eine Flachflanke von rechts segelte einmal quer durch den Sechzehner ohne einen Abnehmer zu finden. Der Altmeister stand genau richtig, zimmerte die Kugel zur Vorentscheidung in die Maschen und brach seinen Torbann. Die Nummer 10 kam sogar noch zu einem Doppelpack, nachdem Schiedsrichter Romeo auf Elfmeter entschied. Als Matteo Contini den hereinstürmenden Diego im Strafraum fies mit dem Arm im Gesicht abdrängte und die Ampelkarte abholte, musste „Pinturicchio“ nur noch antäuschen und links oben verwandeln (81.).Ruhe im Piemont?

Juventus (4-4-2): Manninger; Caceres (38'st Zebina), Legrottaglie, Chiellini, Grosso (46' Grygera); Diego, Salihamidzic, Felipe Melo, De Ceglie; Amauri, Del Piero (40'st Immobile).

Napoli (3-4-1-2): Iezzo; Campagnaro(30'st Quagliarella), Rinaudo, Contini; Zuniga, Gargano, Cigarini, Dossena; Datolo; Hoffer(19'st Maggio), Denis

Sonntag, 17. Januar 2010

01/10 Coppa Italia 1/8 Finale

12.01.10

AS Roma : US Triestina 3:1 (1:1)

Tore:
0:1 5. min. Della Rocca
1:1 44. min. Brighi
2:1 60. min. Vucinic
3:1 79. min. Baptista

Stadion:
Stadio Olimpico, Rom

Im Stadion:
Tribuna d´onore

Preis:
€ 85

Zuschauer:
7 241

Der AS Rom steht im Viertelfinale des italienischen Pokalwettbewerbs, der Coppa Italia. Am Dienstag siegte das Team gegen den Zweiligisten Triestina mit 3:1 (1:1). Dabei hatte es mit einem Gegentor zunächst gar nicht gut für den Favoriten ausgesehen, doch am Ende brachte der Offensivfußball der Hausherren die erforderlichen Treffer.Ein früher SchockEs war Triestinas Luigi Andrea Della Rocca, der die Roma schon kurz nach dem Anpfiff schockte: Nach einer Flanke wurde der Stürmer im Strafraum von Marco Cassetti festgehalten. Della Rocca selbst verwandelte den berechtigten Elfmeter zum frühen 1:0 für die Gäste (5.). Gezwungenermaßen setzte der AS Rom danach auf die Offensive und beherrschte das Spiel, doch erst kurz vor der Pause hatten die Gastgeber Erfolg. Eine Flanke von Marco Motta konnten die Gäste nicht entscheidend herausschlagen und Matteo Brighi machte das 1:1 (45.).Schwungvoll nach vorneIn der zweiten Halbzeit wollte die Roma schnell die Entscheidung und das merkte man auch: Das Team spielte nach vorne und kam auch zu einigen Möglichkeiten. Dem 2:1 in der 60. Minute ging eine schöne Kombination über Jeremy Menez und Mirko Vucinic und der Montenegriner vollendete zur Führung für die Roma. In der 79. Minute sorgte schließlich Julio Baptista mit einem direkt verwandelten Freistoß für das 3:1 und die endgültige Entscheidung.

Roma (4-3-1-2):
Doni; Motta, Andreolli, Burdisso, Cassetti (1'st Pit); Cerci (33'st Esposito), Pizarro, Faty (1'st Menez); Brighi; Vucinic, Baptista

Triestina
(5-3-1-1): Agazzi; D'Ambrosio, Cottafava, Audel, Sabato, Crovetto (20'st Brosco); Pani (8'st Princivalli), Gorgone, Cossu; Volpe (17' Stankovic); Della Rocca

Samstag, 19. Dezember 2009

74/09 EL Gruppenphase 6 Runde

17.12.09

SK RAPID Wien - Celtic Glasgow 3:3 (3:1)

Torfolge:
1:0 ( 1.) Jelavic
2:0 ( 8.) Jelavic
3:0 (19.) Salihi
3:1 (24.) Fortune
3:2 (67.) Fortune
3:3 (91.) McGowan

Stadion:
Ernst Happel Stadion

Zuschauer:
48 000 (ausverkauft)

Im Stadion:
Sektor E, 1 Rang

Preis:
Abo

"Ein wunderschönes Bild" sagte Stadionsprecher Andy Marek. Die Schalparade, die die Rapid-Fans zu Beginn des Spiels präsentierten, war wieder einmal einzigartig. Auch das winterliche Wiener Wetter konnte nicht verhindern, dass Rapids letzte 90 Minuten im Jahr 2009 wieder zu einem - wenn auch eigenwilligen, weil kuriosen - Erlebnis wurden.
3:0 nach 18 Spielminuten
Exakt 35 Sekunden waren gespielt, da durfte bereits erstmals gejubelt werden. Nikica Jelavic traf von der Strafraumgrenze genau ins Eck, Celtic-Schlussmann Boruc kam nicht mehr heran. Die frühe Führung für unsere Mannschaft. Und Rapid kombinierte weiter munter drauf los. Bereits in der achten Spielminute hieß es 2:0. Jelavic drückte nach Idealpass von Salihi den Ball über die Linie. Der bereits neunte Europacup-Treffer des Kroaten. Da konnte einem trotz gefühlten Minusgraden schon warm ums grün-weiße Herz werden.
Vor allem weil es nach 18 Minuten bereits 3:0 stand. Aus einem Konter heraus umkurvte Nikica Jelavic praktisch die gesamte schottische Abwehr, bediente dann ideal Salihi, der aus kurzer Distanz das dritte Tor des Abends markierte. Celtic-Coach Anthony Mowbray wusste nicht so recht, wie ihm geschah. Resigniert stand er in der Coachingzone. Amtskollege Peter Pacult war hingegen zum Lachen zumute, das ihm nur kurz verging. Fortune (24.) traf vom Fünfer zum Anschlusstreffer.
Flotte Partie
Die erste halbe Stunde hatte es wirklich in sich. Vier Tore und eine überlegene Rapid-Elf, Celtic wusste erst nach 3:1 durch Fortune ein bisschen besser zu gefallen. Nach nicht ganz einer halben Stunde durfte Trimmel für Dober ins Spiel: Kulovits rückte auf die rechte Abwehrseite, Hofmann agierte ab diesem Zeitpunkt im zentralen Mittelfeld und Trimmel spielte auf Hofmanns bisheriger Position.
In der 39. Minute eroberte sich Veli Kavlak nach einem schlechten Pass der Schotten das Leder, zog von der Strafraumgrenze ab, und Boruc konnte sich erstmals mit einer sehenswerten Parade auszeichnen, indem der Pole den Ball zur Ecke lenkte. Auch Raimund Hedl, der den verletzten Helge Payer ersetzte, zeigte sich aktiv. Kurz vor der Pause konnte er einen Schuss von McGinn mit einer Glanzparade über das Tor wehren.
Keine Wechsel nach der Pause
Zu Beginn der zweiten 45 Minuten kamen beide Teams unverändert aus den Kabinen. Und Hedl konnte sich gleich erneut gegen McGinn auszeichnen. Mit einem Reflex verhinderte unsere Nummer 1 den Anschlusstreffer von Celtic. Im Gegenzug rettete Boruc gegen Salihi (53.). Rapid zeigte nach wie vor schönen Kombinationsfussball, meistens kam der letzte Pass jedoch leider zu ungenau.
Nach einem schnell abgespielten Freistoss verkürzte Fortune in der 67. Minute auf 3:2. Bei Rapid mangelte es nach wie vor am letzten Pass, die Müdigkeit war danach anzumerken. Kurz vor der Rapid-Viertelstunde schiebt Drazan den Ball geschickt über die gegnerische Abwehr, doch Jelavic kann den Ball nicht unter Kontrolle bringen (75.).
In der 78. Spielminute kam Muhammed Ildiz noch zu seinem Debüt. Salihi machte Platz für ihn. Danach scheint das Spiel entschieden zu sein, doch in der Nachspielzeit kommen die Schotten noch zum 3:3. Der Winterkönig verabschiedet sich somit mit einem Remis in die Winterpause.
Zwei neue Rekorde
Trotz 3:0-Führung ein kleiner Trost: Mit dem Remis gegen Celtic haben die Hütteldorfer gleich zwei neue Vereinsrekorde aufgestellt. Erstmals absolvierte unsere Mannschaft zwölf Spiele auf europäischer Ebene. Nebenbei wurden noch nie so viele grün-weiße Tore wie in dieser Europacup-Saison erzielt. Die Fans legten "17.740,40 Kilometer für Rapid" zurück, wie ein Transparent vor der Rapid-Kurve vermeldete. Zu den Gruppenspielen in der Fremde reisten rund 13.000 Anhänger.
Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Rapid hat sich die Winterpause mehr als verdient, überwintert in der Meisterschaft als Erster und absolvierte eine gute Saison in der Europa League.

SK Rapid: Hedl - Dober (30. Trimmel), Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Kulovits, Boskovic, Kavlak (59. Drazan) - Jelavic, Salihi (78. Ildiz);

Celtic: Boruc - Caddis, Loovens, McManus, Wilson - Flood, Nguemo, Crosas, McGinn (78. Carey) - Fortune (90. Killen), McGowan;

SR Robert Malek/POL

Sonntag, 13. Dezember 2009

73/09 tipp 3 Bundesliga Runde 19

12.12.09

SK RAPID Wien - SV Ried 2:1 (1:0)

Torfolge:
1:0 (2.) Katzer
1:1 (47.) Th. Burgstaller
2:1 (63.) Salihi

Stadion:
St. Hanappi

Zuschauer:
15 300

Im Stadion:
Nord Oben

Preis:
Abo

Das letzte Spiel vor der Winterpause im Hanappi Stadion stand auf dem Programm. 15.300 Zuschauer waren gekommen. Das Ziel von Rapid: Sich gebührend in die Winterpause zu verabschieden. Zwar kommt am Donnerstag noch Celtic Glasgow zu Besuch nach Wien, aber in der Meisterschaft ist bis Februar vorerst Schluss. Gespielt wird dann nämlich das letzte Gruppenspiel in der Europa League. Und die "Verabschiedung" aus St. Hanappi sollte gelingen. Bevor es auf dem Rasen bei eisigen Temperaturen heiß herging, wurden kräftig Ehrungen verteilt. Steffen Hofmann wurde als "Fußballer des Jahres 2009" geehrt und die Mannschaft bekam eine Trophäe. Schließlich dürfen sich die Hütteldorfer seit einer Woche Herbstmeister nennen. Mit einem Sieg gegen die SV Ried wollten sich die Rapidler nachher Winterkönig nennen. Dafür wurde gleich von Beginn an einiges getan.
Hofmann tritt nach nicht einmal 90 Sekunden einen Freistoss in den Strafraum der Rieder. Dieser fand mit Katzers Kopf den idealen Abnehmer und so durfte bereits in der zweiten Spielminute erstmals gejubelt werden. Einen Tag nach seinem 30. Geburtstag erzielte der Verteidiger somit sein drittes Meisterschaftstor. Rapid wollte mehr und kam durch Salihi (5.), Hofmann (17./Freistoss) und Konrad (22.) zu weiteren Möglichkeiten. Ried agierte in der Anfangsphase erschreckend harmlos. Da nützte auch ein auf der Seitenlinie tobender Ried-Coach Paul Gludovatz nichts. Erstmals in der 26. Spielminute kam ein bisschen Gefahr im Strafraum der Hütteldorfer auf, doch viel mehr als ein Versuch schaute nicht heraus. Die grün-weiße Defensive stand sicher und machte es den Innviertlern schwer.
Konrad (22.), der für den erkrankten Jelavic von Beginn an auflief, und Kavlak (30.) hatten vor dem Pausenpfiff weitere Chancen. Kapitän Hofmann bemühte sich via Freistoss auf 2:0 zu erhöhen, doch Ried-Schlussmann Gebauer hatte etwas dagegen und faustete den Ball aus der Gefahrenzone (41.). Bis zum Pausenpfiff blieb es beim 1:0 für Rapid. Nach der Pause kam Christopher Drazan für Branko Boskovic ins Spiel. Und was die Rieder 45 Minuten nicht zu Stande gebracht hatten, sollte sich zum Start der letzten Hälfte des Jahres 2009 im Hanappi Stadion rasant ändern. Burgstaller (47.) köpfelte einen Lexa-Freistoss zum 1:1 ein. Praktisch mit der ersten Tormöglichkeit der Gäste stand es plötzlich 1:1. Doch Rapid ließ sich nicht beeindrucken, der eingwechselte Drazan brachte einen Ball gefährlich zur Mitte, Konrad verfehlte haarscharf (52.). Drei Minuten später musste Helge Payer erstmals wirklich eingreifen. Einen Schuss von Florian Sturm lenkte unsere Nummer 24 zur Ecke. In Minute 58 kam Rene Gartler für Martin Konrad ins Spiel. Ein Wechsel mit postiven Folgen. Nach einem schönen Zuspiel von Hofmann bringt Gartler den Ball halbvolley zur Mitte, wo Salihi abstaubt und gegen seinen Ex-Klub zur neuerlichen Führung trifft (63.).
Rapid hat in Folge mehr vom Spiel, wirklich gute Torchancen kommen leider selten zu Stande. Ried versucht es mit hohen Bällen in den Strafraum. Zählbares schaut auf beiden Seiten nicht mehr heraus. Mit dem Sieg gegen die Oberösterreicher überwintert Rapid an der Spitze und darf sich Herbstmeister und Winterkönig nennen.

Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Jovanovic, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic (46. Drazan), Kavlak (78. Pehlivan) - Konrad (59. Gartler), Salihi
Ried: Gebauer - Grasegger, Stocklasa, Th. Burgstaller - Brenner (66. Hadzic), Mader (77. Drechsel), Schrammel - Lexa, Ziegl, Sturm (62. Nuhiu) - Nacho

Gelbe Karten: Hofmann, Katzer bzw. Sturm

SR Hofmann

Sonntag, 6. Dezember 2009

72/09 tipp 3 Bundesliga Runde 18

05.12.09

SK RAPID Wien - Kapfenberg 3:1 (2:0)

Torfolge:
1:0 Hofmann (18., Elfer)
2:0 Jelavic (34.)
2:1 Heinz (79.)
3:1 Salihi (85.)

Stadion:
St. Hanappi

Zuschauer:
15 300

Im Stadion:
Nord Oben

Preis:
Abo

Trotz des Europacup-Outs vergangenen Mittwoch in Hamburg war in Hütteldorf nichts von schlechter Stimmung zu spüren. Die Osttribüne feierte ihr 5-jähriges Jubiläum als Fankurve und in St. Hanappi, das von 15.300 Rapid-Fans besucht wurde, wurde fleißig gesungen. Aber nicht nur auf den Rängen war einiges los. Auch am Rasen wollte Rapid gleich von Beginn an zeigen, wer der Herr im Hause ist. Veli Kavlak (1.) umkurvte die Kapfenberger-Abwehr, seinen Schuss konnte Wolf nur zur Mitte abwehren, wo Hofmann nicht an den Ball herankam.
Die Gäste aus der Obersteiermark wagten sich erstmals in der elften Spielminute vor das Tor von Helge Payer. Ein Schuss von Boris Hüttenbrenner verfehlte jedoch klar das Ziel. Danach war wieder Grün-Weiß am Drücker. Ein Hofmann-Schuss (17.) aus rund 25 Metern ging nur knapp neben das Tor. Sekunden darauf zieht Markus Katzer in den Strafraum und wird von Fukal gelegt. Hofmann (18.) verlädt Wolf und trifft souverän zur Führung. Und die Hütteldorfer drängen nach dem frühen 1:0 weiter auf das gegnerische Tor. Boskovic will Gartler auf die Reise schicken, doch der Pass des Montenegriners fällt eine Spur zu stark aus (23.). Auch bei der nächsten Aktion hat Gartler seine Füße im Spiel. Er umspielt zwei Kapfenberger und legt überlegt auf, in der Mitte segelt der neue WM Ball jedoch an Freund und Feind vorbei (25.).
Die Mannschaft von Werner Gregoritsch agiert äußerst harmlos und kann sich im Prinzip keine zwingenden Chancen erarbeiten. Rapid spielt clever und lässt Ball und Gegner über weite Strecken gekonnt laufen. So auch in Minute 34: Im Konter spielt Boskovic schön auf Hofmann, der Jelavic im 16er ideal bedient. Der Kroate köpfelt sehenswert zum 2:0 ein. Mit diesem Ergebnis geht es bei eisigen Temperaturen auch in die Halbzeit.
Zu Wiederbeginn kamen beide Teams unverändert aus den Kabinen. Auch auf dem Spielfeld ging es unverändert weiter. Jelavic bedient Hofmann, dessen Schuss kann Wolf mit Mühe zum Corner lenken (57.). Kulovits spielt hoch auf Gartler, der volley abnimmt. Der Schuss geht haarscharf daneben (61.). Helge Payer muss in den zweiten 45 Minuten das erste Mal in der 70. Minute eingreifen. Drei Minuten später kann sich unsere Nummer 24 im 1:1-Duell gegen Felfering auszeichnen, indem er den Anschlusstreffer mit einem guten Reflex verhindert. Die Gäste bringen gesamtbetrachtet aber nach wie vor wenig nach vorne. Rapid steht sicher und setzt im Minutentakt gute Szenen. Meistens scheitert es am letzten Pass, da die Steirer immer wieder ein Bein dazwischen bringen.
Und in der 78. Minute muss Helge Payer dann doch hinter sich greifen. Ein Hüttenbrenner-Pass segelt über die Rapid-Verteidigung, Heinz umkurvt Payer und verkürzt auf 2:1. Kurz darauf hätte der eingewechselte Salihi alles klar machen können. Nach schönem Zuspiel von Jelavic verfehlt der Schuss des Albaners jedoch hauchdünn das Tor (81.). In der 83. kann Wolf einen Schuss von Jelavic zur Ecke abwehren. Zwei Minuten darauf die endgültige Entscheidung: Nach Flanke des eingewechselten Dobers nimmt sich Salihi den Ball im Strafraum schön an und trifft zum 3:1.
Nach 94 Minuten bleibt es bei diesem verdienten Heimsieg, der zu keinem Zeitpunkt des Spiels gefährdet schien. Eine souveräne Leistung, auf die man in den noch ausstehenden zwei Spielen durchaus aufbauen kann.

SK Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic (80. Dober), Kavlak (75. Drazan) - Gartler (66. Salihi), Jelavic

Kapfenberg: R. Wolf - Gansterer, Schönberger, Fukal, Osoinik - D. Hofer (77. Kozelsky), Majstorovic, Scharrer (61. Wieger), Hüttenbrenner - Heinz - Pavlov (61. Felfernig);

Gelbe Karten: Kulovits bzw. Fukal, Heinz, Schönberger;

SR Drachta